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14.03.2012 - MOZ | Redaktion Eberswalde | Sabine Rakitin Übersicht | Drucken

Inoffizielle Runde zum Hokawe-Kauf

Eberswalde (MOZ) Zu morgen, 18.30 Uhr, hat Barnims Landrat Bodo Ihrke (SPD) die Fraktionschefs des Kreistages in sein Dienstzimmer gebeten. Thema des ungewöhnlichen Treffens ist der Erwerb des Holzkraftwerkes Eberswalde (Hokawe) durch den Landkreis. Die Dokumente, die in diesem Zusammenhang zu erarbeiten waren, hätten "eine Qualität erreicht, auf deren Basis nunmehr eine Grundsatzentscheidung des Kreistages herbeigeführt werden kann", schrieb Ihrke in der Einladung. Die "Vorberatung" diene dazu, "den Prozess weiter strukturiert voranzubringen".



MOZ | Redaktion Eberswalde | Sabine Rakitin -
Nicht nur den kleinen Fraktionen kommt das Ganze "spanisch" vor. Ihrke scheine ein ganz besonderes Interesse daran zu haben, dass der Kauf des Hokawe zustande komme, wundern sich Kreistagsabgeordnete aus allen Fraktionen. Genährt wird die Vermutung dadurch, dass der Landrat höchst persönlich einzelne Volksvertreter anrief, um sich ihrer Ja-Stimmen zum Hokawe-Kauf zu versichern. Offenbar ist sich Ihrke seiner Mehrheiten nicht sicher.Die Linken waren von Anfang an gegen den Erwerb des insolventen Unternehmens. "In der CDU ist der Meinungsbildungsprozess noch nicht abgeschlossen", hält sich Fraktionsvorsitzender Danko Jur bedeckt. Aus der Reihe der Unionsfreunde ist allerdings zu vernehmen, dass ihnen die fünf Millionen Euro, die aus der Reserve des Landkreises für den Hokawe-Kauf genommen werden sollen, arge Kopfzerbrechen bereiten.

Zu einer Zerreißprobe könnte des Landrats Plan für die Fraktion Grüne/Bündnis für ein demokratisches Eberswalde werden. Albrecht Triller (BdE) kann keinen Sinn in dem Hokawe-Erwerb erkennen - ganz im Gegensatz zur bündnisgrünen Fraktionschefin Ute Krakau.

"Gerade in dieser Frage ist das Verhältnis zwischen uns sehr gespalten", bedauert Triller. Er befürchtet, dass Ute Krakau "beim Landrat nicht in dem notwendigen Maße dagegen hält".


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