Neuigkeiten
06.04.2017, 07:51 Uhr | Kristian Stelse
Zum ung Zug besser verbunden
3. Bürgerforum der CDU Barnim zum Personennahverkehr in Brandenburg und Berlin
Der Barnimer CDU-Kreisverband lud am Dienstag, den 4. April 2017, interessierte Bürger zu seinem 3. Bürgerforum ins Hotel Seeschloß Lanke ein. CDU-Vorsitzender Danko Jur zu Beginn des Bürgerforums: „Wir wollen auch heute wieder ins direkte Gespräch mit den Menschen im Landkreis kommen und ich denke, dass Thema betrifft auch viele Bürgerinnen und Bürger des Barnims."

Jur konnte als Gast dabei den verkehrspolitischen Sprecher der Brandenburger CDU-Landtagsfraktion Rainer Genilke begrüßen, der den etwa 40 Anwesenden die Inhalte der neu erstellten CDU-Entwicklungsstrategie für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Berlin und Brandenburg vorstellte. Die Strategie wurde im Auftrag der Berliner und Brandenburger CDU-Fraktionen von Verkehrsfachleuten der Innoverse GmbH erarbeitet und trägt den Titel „Berlin und Brandenburg – Zug um Zug besser verbunden.

„Die Züge sind zu voll, es fahren zu wenig Züge und die Fahrzeiten sind auch durch das Umsteigen zu lang", fasste der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, Rainer Genilke, die derzeitig bestehenden Probleme zu Begin seines Vortrages zusammen. „Die Prämisse war deshalb, dass Oberzentren in maximal 60 Minuten, Mittelzentren in maximal 90 Minuten und die Mittelzentren im Berliner Umland in maximal 30 Minuten mit Berlin verbunden werden. Damit verbessert sich für 1,6 Millionen Brandenburger die Bahnanbindung sowohl durch häufigere als auch direktere Verbindungen", so Genilke weiter.
Danko Jur, Rainer Genilke, Jens Koeppen und Carsten Bockhardt (v.l.n.r.)
Er nannte auch konkrete mögliche Verbesserungen für den Barnim. Mit den gebrachten Vorschlägen könnte man 3 neue Direktfahrten je Stunde von Eberswalde ins Berliner Zentrum erreichen, wovon natürlich auch Biesenthal mit zusätzlichen Halten profitieren würde. Mit neuen Linienführungen und Erweiterungen könnte man weitere ca. 15.000 Einwohner des Landes Brandenburg entlang der Strecke Berlin – Groß Schönebeck/Wensickendorf (Heidekrautbahn) erreichen. „Mit der zweckentsprechenden Verwendung der Regionalisierungsmittel des Bundes sind die Maßnahmen finanzierbar", ist sich der Landtagsabgeordnete dabei sicher.

Seine Meinung zur kürzlich vorgelegten Mobilitätsstrategie der rot-roten Brandenburger Landesregierung war dann auch sehr eindeutig. „Diese Strategie ist ein Sammelsurium mit vielen Phrasen. Mit solch einer Grundlage die Ausschreibung der Verkehrsleistungen für die Jahre 2022 bis 2032 voran zu treiben, bringt keinerlei Verbesserung, da bisherige Linienstrukturen zementiert werden. Diese Ausschreibung muss unbedingt gestoppt werden", sagte Genilke während seiner Ausführungen.

Vizelandrat Carsten Bockhardt, im Landkreis für den öffentlichen Personennahverkehr zuständig, schilderte anschließend die derzeitige Situation im Barnim. „Wir haben im Haushalt 2017 enorme Mittel mehr eingeplant, um die ÖPNV-Situation weiter zu verbessern. 2018 wird dieser Etat nochmals aufgestockt", erklärte er. Bockhardt lobte die Entwicklungsstrategie: „Sie zeigt Möglichkeiten auf, wie schnellere, häufigere und direktere Verbindungen im Regionalverkehr erreicht werden können, die dann auch zu einer Erhöhung der Attraktivität des Standortes Brandenburg beitragen."

Der Bundestagsabgeordnete Jens Koeppen (CDU) begrüßte ebenfalls die aufgezeigten Ansätze und Möglichkeiten. „In einem Flächenland wie Brandenburg ist es enorm wichtig, dass die Menschen sich auch mit dem Personennahverkehr bewegen können. Das Land ist hier auch in der Pflicht, die Regionalisierungsmittel des Bundes für den Schienenverkehr einzusetzen und nicht damit zweckfremd den ÖPNV im Land zu finanzieren", sagte er vor der Diskussionsrunde.

Bei der anschließenden Diskussion sahen die Teilnehmer die Entwicklungsstrategie als äußerst gelungene Grundlage für weitere Maßnahmen. Die Fragestellungen gingen dann auch vor allem in Richtung der möglichen Umsetzung der einzelnen beschriebenen Maßnahmen.

Rainer Genilke erklärte dazu: „Man wird die Maßnahmen nicht von heute auf morgen umsetzen, weil vorher noch viele rechtliche und planerische Fragen zu klären sind. Man muss allerdings jetzt die Grundlagen schaffen und beginnen, sonst wird es in 20 Jahren auch nicht besser sein. Der Siedlungsdruck wird dahingehend sicherlich noch steigen. Da muss man jetzt die Dinge auch mal anpacken und machen!"

Danko Jur meinte am Ende der rund 2stündigen Veranstaltung: „Ich denke hier wurde ein äußerst gutes Konzept erarbeitet, welches auch zeigt, dass die Brandenburger CDU gestalterisch für unser Land wirken möchte."
CDU Deutschlands Angela Merkel CDU Brandenburg CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
CDU-Landtagsfraktion Brandenburg Junge Union Brandenburg KPV Brandenburg MIT Brandenburg
Senioren Union Brandenburg
© CDU Kreisverband Barnim  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.34 sec.