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16.11.2011, 16:52 Uhr | Übersicht | Drucken
Podiumsdiskussion: Ist billig auch wirtschaftlich?
Aufträge der öffentlichen Hand müssen nicht zwingend an billigsten Anbieter vergeben werden

Eberswalde Wenn die öffentlichen Hand Aufträge zu vergeben hat, gibt es eine Ausschreibung. Bei der Auswahl des Angebots, das den Zuschlag erhält, gilt bislang weit verbreitet ein Kriterium - der Preis. Der Billigste bekommt den Auftrag. Ist der billigste Anbieter aber auch immer der wirtschaftlichste? Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich eine Podiumsdiskussion, zu der der  am 22. November 2011 um 15 Uhr in den Plenarsaal des Kreishauses nach Eberswalde einlädt

Grundlage der Diskussion von Unternehmern mit den Spitzen der kommunalen Verwaltungen und Politik des Barnims ist eine im Auftrag des Unternehmerverbandes erarbeitete Studie mit dem Titel „Das wirtschaftlichste Angebot“. „Auf wissenschaftlicher Ebene und juristisch abgesichert zeigen wir darin auf, dass es keineswegs zwingend ist, Aufträge an den billigsten Anbieter zu vergeben. In einer Matrix können eine Vielzahl von Kriterien herangezogen werden, um am Ende das wirtschaftlichste Angebot herausfiltern“, sagt UVB-Vorstandsmitglied Peter Mauel. Die Anwaltskanzlei Mauel und Partner war maßgeblich an der Erarbeitung der Studie beteiligt. Für die Veranstaltung sind tatsächliche Vergaben untersucht worden, die anonymisiert als Beispiele diskutiert werden können. „Gerade weil es so konkret wird, erwarte ich einen sehr interessanten Nachmittag“, sagt UVB-Vorstandschef Rüdiger Platz. Er sei überzeugt, dass die Diskussion sowohl den Mitarbeitern der Verwaltungen wie den Barnimer Firmenchefs viele neue Erkenntnisse bringen wird. Der Unternehmerverband Barnim ordnet die Veranstaltung in sein Jahresthema „Regionale Wirtschaftskreisläufe“ ein. „Die von uns vorgestellten Kriterien eröffnen der einheimischen Wirtschaft neue Möglichkeiten, mit ihren Qualitäten zu punkten und auch gegen Billigangebote aus fernen Regionen anzutreten“, meint Rüdiger Platz. 
Die Moderation des Nachmittags übernimmt mit Diplomingenieur Andreas Rietz vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein renommierter Experte.  



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