Bernau/Eberswalde (MOZ) In den Jahren 2007 bis 2011 sind in die LEADER-Region Barnim insgesamt 13,5 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln geflossen. Die Gesamtkosten für die 96 Projekte lagen bei 24,4 Millionen Euro.
Zu den befürworteten LEADER-Projekten gehören eine Wohnstätte für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung in Groß Schönebeck (Sanierung, inzwischen bewilligt), das Kooperationsprojekt "Kompetenznetzwerk Ökologische Lebensmittelwirtschaft", der Barnimer Höfeladen (bewilligt) und die Honigmanufaktur Oderberg. In Krummensee soll darüber hinaus eine "Gläserne Destille" entstehen, der Regionalpark Barnimer Feldmark will mehrere Flyer drucken.
Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 32 Projekte bewilligt. Neben den drei LEADER-Projekten (Wandlitz, Schorfheide und Bernau) waren es 13 im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung, acht aus der Dorferneuerung und jeweils ein Vorhaben aus dem Bereich Erhalt des kulturellen Erbes und des Naturerbes sowie des Regionalmanagements. Fünf Projekte gab es in der Breitbandförderung.
"Besonders bei der Dorferneuerung wird es künftig schwierig", betonte Jeran vor den Ausschussmitgliedern. Der Grund: Das Land Brandenburg zieht sich aus der Finanzierung zurück.
Insgesamt hatten die bewilligten Projekte ein Investitionsvolumen von 5,9 Millionen Euro, darunter waren 2,6 Millionen Euro Fördermittel. Das meiste Geld, nämlich 1,2 Millionen Euro, spendierte die Europäische Union für Vorhaben der ländlichen Entwicklung.
"Vor allem bei Ferienwohnungen ist viel passiert", so Regionalmanager Jeran. Beispielsweise in Althüttendorf, Senftenhütte und Hohenfinow. Vorreiter seien vor allem Kommunen und private Antragsteller im Oberbarnim. Im Niederbarnim bestehe noch Nachholbedarf, hieß es.
In diesem Zusammenhang wies Jeran auch auf die Unterschiede bei den Fördersummen je Einwohner hin. In Wandlitz sind es - bezogen auf die Projekte 2007 bis 2011 - 217 Euro, in der Stadt Werneuchen 80 Euro und in Biesenthal lediglich 14 Euro.
Auf das laufende Jahr blickt das Regionalmanagement etwas skeptisch. Gerade für Privatleute werde es schwerer, in bestimmten Bereichen eine Förderung zu erhalten. Ausnahme: Kommunen oder Stiftungen übernehmen die nicht mehr fließenden Landesmittel. So habe die Stadt Biesenthal den Vereinsanteil beim Bahnhof übernommen.
Ein Lichtblick: Die LAG Barnim verfügt 2012/13 über ein eigenes Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro. "Einiges ist zwar schon verplant, etwas Geld ist aber noch vorhanden", so Jeran. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 muss dann aber mit bedeutend weniger Fördergeld gerechnet werden. "Fast die Hälfte bricht weg", so Regionalmanager Jeran.
Kontakt: LAG Barnim, Steinstraße 14 in 16225 Eberswalde, Tel. 03334 818393 und 818394, E-Mail:leader-barnim@telta.de