CDU Kreisverband Barnim
CDU Kreisverband
12:18 Uhr | 18.05.2012 StartseiteStartseiteKontaktKontaktImpressumImpressum
 



Presse
10.02.2012, 07:58 Uhr | MOZ | Redaktion Bernau | Kai-Uwe Krakau Übersicht | Drucken
Barnim profitiert von Europa

Bernau/Eberswalde (MOZ) In den Jahren 2007 bis 2011 sind in die LEADER-Region Barnim insgesamt 13,5 Millionen Euro an öffentlichen Fördermitteln geflossen. Die Gesamtkosten für die 96 Projekte lagen bei 24,4 Millionen Euro.



Torsten Jeran vom Regionalmanagement der LAG Barnim konnte dem kreislichen Wirtschaftsausschuss am Mittwochabend auch eindrucksvolle Zahlen für das vergangene Jahr präsentieren. Danach sind in der noch bis 2013 laufenden Förderperiode insgesamt 143 Projekte im Verfahren. Davon wurden 45 Vorhaben durch die LAG Barnim befürwortet, acht sind 2011 bewilligt worden. "Bei den LEADER-Projekten haben wir eine deutliche Steigerung zu verzeichnen", sagte Jeran. Im Vorjahr habe man in diesem Bereich neun Projekte befürwortet, 2010 sei es nur ein Vorhaben gewesen. Der Barnim gehört seit 2007, mit Ausnahme der städtischen Regionen am Berliner Rand und Eberswalde, zur LEADER-Region. Für die Entwicklung der ländlichen Räume stellt der Europäische Landwirtschaftsfonds finanzielle Mittel zur Verfügung. "Diese können ständig beantragt werden", betonte Jeran. Bei den Projekten der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILE) gebe es dagegen Stichtage. Einer war am 15. Januar, den nächsten wird es erst im Sommer geben.

Zu den befürworteten LEADER-Projekten gehören eine Wohnstätte für Menschen mit geistiger und körperlicher Behinderung in Groß Schönebeck (Sanierung, inzwischen bewilligt), das Kooperationsprojekt "Kompetenznetzwerk Ökologische Lebensmittelwirtschaft", der Barnimer Höfeladen (bewilligt) und die Honigmanufaktur Oderberg. In Krummensee soll darüber hinaus eine "Gläserne Destille" entstehen, der Regionalpark Barnimer Feldmark will mehrere Flyer drucken.

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 32 Projekte bewilligt. Neben den drei LEADER-Projekten (Wandlitz, Schorfheide und Bernau) waren es 13 im Bereich der wirtschaftlichen Entwicklung, acht aus der Dorferneuerung und jeweils ein Vorhaben aus dem Bereich Erhalt des kulturellen Erbes und des Naturerbes sowie des Regionalmanagements. Fünf Projekte gab es in der Breitbandförderung.

"Besonders bei der Dorferneuerung wird es künftig schwierig", betonte Jeran vor den Ausschussmitgliedern. Der Grund: Das Land Brandenburg zieht sich aus der Finanzierung zurück.

Insgesamt hatten die bewilligten Projekte ein Investitionsvolumen von 5,9 Millionen Euro, darunter waren 2,6 Millionen Euro Fördermittel. Das meiste Geld, nämlich 1,2 Millionen Euro, spendierte die Europäische Union für Vorhaben der ländlichen Entwicklung.

"Vor allem bei Ferienwohnungen ist viel passiert", so Regionalmanager Jeran. Beispielsweise in Althüttendorf, Senftenhütte und Hohenfinow. Vorreiter seien vor allem Kommunen und private Antragsteller im Oberbarnim. Im Niederbarnim bestehe noch Nachholbedarf, hieß es.

In diesem Zusammenhang wies Jeran auch auf die Unterschiede bei den Fördersummen je Einwohner hin. In Wandlitz sind es - bezogen auf die Projekte 2007 bis 2011 - 217 Euro, in der Stadt Werneuchen 80 Euro und in Biesenthal lediglich 14 Euro.

Auf das laufende Jahr blickt das Regionalmanagement etwas skeptisch. Gerade für Privatleute werde es schwerer, in bestimmten Bereichen eine Förderung zu erhalten. Ausnahme: Kommunen oder Stiftungen übernehmen die nicht mehr fließenden Landesmittel. So habe die Stadt Biesenthal den Vereinsanteil beim Bahnhof übernommen.

Ein Lichtblick: Die LAG Barnim verfügt 2012/13 über ein eigenes Budget in Höhe von 1,5 Millionen Euro. "Einiges ist zwar schon verplant, etwas Geld ist aber noch vorhanden", so Jeran. Für die Förderperiode 2014 bis 2020 muss dann aber mit bedeutend weniger Fördergeld gerechnet werden. "Fast die Hälfte bricht weg", so Regionalmanager Jeran.

Kontakt: LAG Barnim, Steinstraße 14 in 16225 Eberswalde, Tel. 03334 818393 und 818394, E-Mail:leader-barnim@telta.de


  Ältere Artikel finden Sie im Archiv.
Umfrage
Sollen Heizkraftwerke in kommunale Verwaltung überführt werden?
Ja, die Selbstverwaltung hat hier besondere Verantwortung!
Nein, Energieerzeugung gehört auf einem freien Markt in Unternehmerhände!
Kann ich nicht sagen, da mit nähere Informationen fehlen.
Impressionen
Presseschau
News-Ticker
Landesverband Brandenburg
Ticker der
CDU Deutschlands
 
   
0.63 sec. | 12486 Visits